Die heutige Kirche soll am Ort der Grablegung des ersten bekannten Bischofs von Poitiers, dem Heiligen Hilarius, der im Jahre 367 oder 368 verstarb, errichtet worden sein. Zunächst handelte es sich um ein einfaches Oratorium oder eine kleine Kapelle, die mehrere Male wieder aufgebaut wurde, in der romanischen Zeit (11. Jahrhundert) erhält diese Gedenkstätte ihr maximales Ausmaß. Die Entwicklung des östlichen Teils ist mit sechs Chorkapellen rund um das Kopfende und die Arme des Querschiffs besonders bemerkenswert.
Der Glockenturm an der Nordseite bildete einst den bevorzugten Eingang zum Gebäude, das Gläubige aus der Stadt oder Pilger, die die Reliquien des Heiligen Hilarius ehren wollten, auf ihrem Weg empfing. Als wichtige Etappe an der Via Turonensis (Die Straße von Tours, der nördlichste Jakobsweg in Frankreich) wurde die Kirche Saint-Hilaire-le-Grand im Jahre 1998 unter 77 weiteren kulturellen und natürlichen Sehenswürdigkeiten in Verbindung mit den Jakobswegen nach Santiago de Compostela von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
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Das während der Französischen Revolution zu großen Teilen zerstörte Längsschiff sowie die Fassade wurden in den Jahren um 1870 rekonstruiert.
Vom Montag bis zu Freitag: 9 Uhr-19 Uhr