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Die Bauarbeiten am Rathaus der Stadt (1869-1875) bilden das Ende eines riesigen Städtebauprojekts, das auch den Bau der Präfektur und den Durchbruch der heutigen Rue Victor Hugo umfasst.

Das von der Renaissance inspirierte Gebäude zeichnet sich durch seinen U-förmigen Grundriss und eine sehr harmonische Fassade aus, die mit Seitenpavillons flankiert ist. Die Mitte wird visuell durch die Existenz einer Hauptpforte akzentuiert, über der eine Loggia, eine Uhr und der Campanile liegen.

Im Inneren öffnet sich der Vorraum zu einer monumentalen Treppe hin, die augenscheinlich an die Treppe der Opéra Garnier erinnert. Die beiden dort ausgestellten, großen Gemälde von Pierre Puvis de Chavannes bilden die Meisterwerke eines überreich geschnitzten und gemalten Innendekors. Sie sind zwei Episoden der Geschichte Poitiers gewidmet: der Schlacht von Karl Martell und dem Leben der Heiligen Radegundis in ihrem Kloster.

Die Prunksäle (Hochzeitssaal, Festsaal und ehemaliger Ratssaal) sind ebenfalls mit mehreren großen Gemälden geschmückt. Zum großen Teil sind sie berühmten Künstlern aus Poitiers zu verdanken
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